Rechtsanwälte für Berlin und Brandenburg

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Familienrecht

Trennung, Scheidung, Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhalt, Vaterschaft, usw. Das Familienrecht ist komplex und umfangreich, das mancher Laie zu verzweifeln droht.

Familienrechtliche Streitigkeiten sind auch leider häufig eine schmerzhafte, aber auch weit in die Zukunft reichende, Angelegenheit. Dies gilt erst recht, wenn auch Kinder betroffen sind.

Daher ist es sinnvoll, frühzeitig einen für Familienrecht spezialisierten Rechtsanwalt einzuschalten, der sachlich zusammen mit Ihnen klären kann, was in Ihrem Fall möglich ist und was gegebenenfalls nicht.

Trennung:
Der erste Schritt – mit weitreichenden Folgen: Bereits mit der Trennung werden die Grundlagen für fast alle wichtigen Fragen für die Trennungsphase und die spätere Scheidung gelegt. Fehler die bei der Trennung gemacht werden, können sich beispielsweise auf den Unterhalt, das Sorgerecht für die Kinder, Zugewinnausgleich usw. auswirken. Daher sollte bereits vor dem ersten Schritt der Trennung dieser Schritt wohl geplant und vorbereitet sein um später nicht die negativen Folgen tragen zu müssen. Dabei können wie Sie gerne unterstützen.

Scheidung:
Eine Scheidung muss nicht mit hohen Kosten verbunden sein. Wir sind daher bemüht bezüglich der kostenintensiven Entscheidungen, die nicht im Scheidungsverfahren entschieden werden müssen, vorab mit dem anderen Ehepartner zu einer einvernehmlichen Lösung zu kommen. Dies ist zwar nicht immer möglich, sollte jedoch nicht unversucht bleiben, da damit auch das Scheidungsverfahren selbst beschleunigt werden kann. Dies betrifft unter anderem den Zugewinnausgleich, nachehelicher Unterhalt, Vereinbarungen über den Umgang mit den Kindern.

Sorgerecht:
Das Sorgerecht ist die Verpflichtung der Eltern, umfassend für das Wohl der eigenen minderjährigen Kinder zu sorgen. Dabei haben die Eltern für das Wohl des Kindes selbst zu sorgen. Dies beinhaltet sämtliche Maßnahmen zum Erhalt der Gesundheit, Schutz vor schädlichen Einflüssen und das Ermöglichen einer positiven Entwicklung. Die Eltern haben ebenso für das Vermögen des Kindes zu sorgen und damit die finanziellen Interessen des betreuten Kindes zu schützen. Das Sorgerecht beinhaltet auch das Recht der Eltern, dieses Recht nur selbst auszuüben.

Das Sorgerecht umfasst insbesondere die langfristigen Entscheidungen des Kindes beispielsweise welcher Kindergarten oder welche Schule das Kind besuchen soll. Der Gesetzgeber geht dabei davon aus, dass beide Elternteile, auch nach einer Trennung oder Scheidung, diese Entscheidungen gemeinsam treffen. Kommt es zu keiner Einigung, muss das Familiengericht um eine Entscheidung bemüht werden.

Umgangsrecht:
Umgangsrecht ist das Recht des Kindes auf regelmäßigen Kontakt mit dem Elternteil, bei dem das Kind nicht regelmäßig lebt. Die Ausgestaltung des Umgangsrechts unterliegt keinen gesetzlichen Vorgaben. Der Umfang des Umgangs soll jedoch im Interesse des Wohles des Kindes erfolgen. Und genau an diesem Punkt kommt es häufig zum Streit zwischen den Eltern, da die Beurteilung, was dem Kindeswohl entspricht, stark voneinander abweichen kann. Ziel sollte es sein, das Umgangsrecht einvernehmlich zu regeln. Dazu müssen beide Elternteile zunächst wissen welche Rechte und Pflichten gegenüber dem anderen Elternteil und dem Kind gegenüber bestehen. Sollte eine einvernehmliche Regelung nicht gelingen, sollte man seine Rechte gegebenenfalls auch gerichtlich durchsetzen.

Eile ist jedoch dann geboten, wenn ein Elternteil den Umgang mit dem Kind verhindern will, beispielsweise durch einen Umzug in eine entfernte Stadt

Unterhalt:
Trennungsunterhalt, nachehelicher Unterhalt, Kindesunterhalt. Allen diesen Arten von Unterhalt ist gemeinsam, dass diese erst von dem Zeitpunkt an beansprucht werden können, wenn der Unterhalt erstmals (auch unbeziffert) gefordert worden ist. Grundsätzlich ist kein Unterhalt rückwirkend durchsetzbar. Ebenso kann Unterhalt zwischen Verwandten in grader Linie, beispielsweise Eltern => Kind nicht für die Zukunft ausgeschlossen werden.

Trennungsunterhalt und nachhehelicher Unterhalt können dagegen beschränkt oder gar ausgeschlossen werden, beispielsweise bei grober Unbilligkeit wie kurzer Ehe, einer Straftat gegen den Unterhaltsverpflichteten oder mutwillig herbeigeführter Bedürftigkeit um nur einige Möglichkeiten zu nennen.

Zur Berechnung des Unterhalts ist es notwendig das Einkommen des Unterhaltsverpflichteten zu kennen. Daher hat man gegen diesen eine Auskunftsanspruch über die Höhe seiner Einkünfte. Werden diese Auskünfte nicht erteilt, kann man diese gerichtlich durchsetzen.

Die Rechtsanwälte der Kanzlei Pottkämper & Bordasch sind Ihnen bei der Berechnung und Durchsetzung der Unterhaltsansprüche gerne behilflich, rufen Sie uns einfach an und vereinbaren einen Termin.

Beratungshilfe / Verfahrenskostenhilfe:
Sind Sie bedürftig (z. Bsp. ALG II Empfänger oder geringes Einkommen) können Sie bei Ihrem zuständigen Amtsgericht einen Beratungshilfeschein beantragen. Wird Ihnen dieser bewilligt, haben Sie nur einen Eigenanteil in Höhe von 15,00 € zu tragen. Die übrigen vorgerichtlichen Kosten übernimmt das Amtsgericht.

Für die gerichtliche Durchsetzung Ihrer Ansprüche kann in Familiensachen Verfahrenskostenhilfe beantragt werden. Die notwendigen Formulare erhalten Sie in unserer Kanzlei oder unter Dokumente.
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Dann nutzen Sie unsere Rechtsberatung online oder persönlich vor Ort. Wir stehen Ihnen gerne zu sämtlichen rechtlichen Fragen kompetent mit Rat und Tat zur Seite. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!